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Pianist (student) im stock über eigener mietwohnung, spielt zu laut.Nach Hinweis, dass er zu laut spielt bekam ich die Antwort, dass er als Profi nicht leiser spielen kann. Laut Hausordnung (punkt 3) sind laute Geräusche jeglicher Art zu unterlassen.
Wie kann ich hier vorgehen, damit der Herr über mir das laute Musizieren unterlässt?

Nach ständiger Judikatur des OGH ist das Musizieren (ohne künstliche Verstärkung) außerhalb der üblichen Ruhezeiten als ortsüblich anzusehen, und daher in gewissem Umfang zulässig. Dabei sind aber der Dauer des Musizierens Grenzen gesetzt. Im Jahr 1997 hat der OGH folgende Beschränkung bestätigt: eine tägliche Spieldauer von maximal vier Stunden, diese ausschließlich im Zeitraum von Montag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr und an Samstagen und Sonntagen von 16.00 bis 21.00 Uhr.
In ein neuen Entscheidung aus dem Jahr 2004 hat der OGH diese Ansich jedoch revidiert, und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass lediglich ein Klavierspiel von 1 bis 2 Stunden pro Tag als ortsüblich angesehen werden kann.

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Rechtsanwalt
Dr. Thomas Hofer-Zeni
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